Die Stadt München entwickelt sich stetig weiter und es wird erwartet, dass sie auch in den nächsten Jahren weiter wächst. Das bedeutet auch, dass immer mehr Wohnungen benötigt werden. Die zur Verfügung stehenden Siedlungsflächen im Stadtgebiet verknappen sich gleichzeitig zunehmend. Eine der wichtigsten wohnungspolitischen Aufgaben in München ist daher die Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum, indem der Anteil an preiswerten Wohnungen geschützt und Neubau gefördert wird. 

 

Im Rahmen des wohnungspolitischen Handlungsprogramms „Wohnen in München VI“ hat der Münchner Stadtrat beschlossen, rund 30% aller städtischen Flächen des geförderten Wohnungsbaus für die einkommensorientierte Förderung (EOF) und 20% für das München Modell Miete und Genossenschaften zur Verfügung zu stellen. Durch die Anpassung der Einkommensgrenzen an die allgemeine Einkommensentwicklung zählen 50% bis 60% der Münchner Haushalte als förderungsberechtigt. Für diejenigen Haushalte, die über den Einkommensgrenzen des geförderten Wohnungsbaus liegen, bietet die Landeshauptstadt ein langfristig gebundenes und bezahlbares Angebot: den Konzeptionellen Mietwohnungsbau (KMB). Hierfür sind 40% der städtischen Flächen vorgesehen und sollen zur langfristigen Sicherung im Erbbaurecht vergeben werden. 

 

Wohnbaugenossenschaften wollen ihre Mitglieder mit preisgünstigem Wohnraum versorgen und streben keine Kapitalvermehrung an. Somit leisten sie in München einen wichtigen Beitrag für mehr bezahlbaren Wohnraum. Mithilfe der “mitbauzentrale münchen” haben sich seit 2015 über ein Dutzend neue Wohnungsbaugenossenschaften gegründet. Die letzte Neugründung davor erfolgte 2001. In den letzten Jahren bauten Genossenschaften etwa 1.000 Wohnungen, zudem befinden sich ca. 3.000 in unterschiedlichen Stadien der Planung. Diese Projekte haben eine positive Wirkungen auf die jeweiligen Baugebiete und tragen zum innovativen, qualitätsvollen und energetisch hochwertigen Wohnungsbau der Stadt bei.

 

Als Wohnbaugenossenschaft haben wir, die Stadtimpuls eG, das Ziel, soziale Wohnprojekte zu realisieren, um bezahlbaren, nachhaltigen und gemeinschaftlich gestalteten Wohnraum zu erschließen und dauerhaft als solchen zu sichern, indem er langfristig der Spekulation entzogen wird. Dieser Wohnraum soll allen Haushalten zugänglich gemacht werden - unabhängig von von Geschlecht, sexueller Orientierung, Religion, Behinderung, Herkunft, Einkommen oder Wohnkonzept und kulturellem oder sozialem Hintergrund. Die Genossenschaft als Rechtsform bietet eine effektive Grundlage, um dieses Ziel zu erreichen und die Nachhaltigkeit des Erreichten zu gewährleisten.

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