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SOZIOKRATIE

Die Handlungsfähigkeit von Gruppen ist stark abhängig von ihrer Entscheidungsstruktur. Die Stadtimpuls eG hat den Anspruch Entscheidungen in wertschätzender und zugleich autonomer und effizienter Weise zu treffen, um Zusammenarbeit, Zufriedenheit und Produktivität zu ermöglichen.

Die klassischen Entscheidungsstrukturen wie z.B. Mehrheitsentscheidungen und Einstimmigkeitsprinzip bergen unseres Erachtens ein paar Nachteile. So hat bei Mehrheitsentscheidungen jede Stimme dasselbe Gewicht und egal wie gut oder wie subjektiv ein Grund ist, der Grund kann überstimmt bzw. der Grund für die letztendliche Entscheidung sein. Beim Einstimmigkeitsprinzip kann ein*e Einzelne*r eine Entscheidung blockieren.

Wir sind daher – soweit möglich und sinnig – soziokratisch organisiert. Für Entscheidungen wird die kollektive Intelligenz einer Gruppe genutzt. Entscheidungen werden weitgehend auf autonome Gruppen von Interessierten verteilt und die Beweggründe werden in den Entscheidungsprozess eingebunden.

Dabei sind insbesondere zwei Punkte wichtig: Konsent und Eigenverantwortung. Wenn ein Vorschlag zur Entscheidung eingebracht wird, können alle Anwesenden wie folgt abstimmen:

KEIN EINWAND: 

Ich bin mit dem Vorschlag zufrieden.

 

LEICHTER EINWAND: 

Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Vorschlag, ich kann damit aber leben (Toleranzbereich). Ein leichter Einwand kann einen Beschluss nicht blockieren.

SCHWERWIEGENDER EINWAND: 

Ich bin mit dem Vorschlag nicht zufrieden, da er den Prinzipien und Visionen der Gruppe und der Stadtimpuls eG widerspricht.
Ein schwerwiegender Einwand muss immer erklärt und begründet werden.

Der Vorschlag wird so lange überarbeitet, bis alle schwerwiegende Einwände ausgeräumt sind.

Wenn einem Mitglied ein Thema in einer Gruppe besonders wichtig ist und am Entscheidungsprozess mitwirken möchte, kann jederzeit an den Gruppentreffen teilgenommen und mitentschieden werden. Falls du noch mehr über das Thema erfahren willst, hier ein ausführliches Video.